Montag, 19. Oktober 2015

*Rezension* - Was uns bleibt ist jetzt von Meg Wolitzer

http://www.randomhouse.de/Buch/Was-uns-bleibt-ist-jetzt/Meg-Wolitzer/e449662.rhdDie erste große Liebe bringt uns ein ganz besonders intensives Erlebnis. Es ist das Gefühl, dass Schmetterlinge sich auf den Weg durch den Bauch machen. Auch Jam erlebt dieses Gefühl mit Reeve. Doch ihnen sind gerade einmal 41 Tage vergönnt, bis Reeve stirbt. Jam kann mit dem Verlust nicht umgehen und wird von ihren Eltern auf ein Internat geschickt. Hier kommen traumatisierte Teenager zusammen und sollen vorsichtig wieder an das Leben herangeführt werden. Doch kann das wirklich klappen?

Zur Handlung des Buches brauch ich eigentlich gar nicht viel schreiben. Die wichtigsten Fakten sind bereits auf dem Klappentext zusammengefasst. Jam erhält in der Literaturklasse von Mrs. Q ein Tagebuch. Dieses ermöglicht es ihr, in der Zeit zurück zu reisen. Sie erlebt die Tage mit Reeve noch einmal neu und hat die Möglichkeit, sich von ihm zu verabschieden. Doch ist so ein Abschied wirklich immer der beste Weg?

Auch wenn Jam als Hauptperson des Buches gilt, sind es eigentlich die Menschen um sie herum, die das Buch wirklich zum Leben erwecken. Vor allem Sierra, aber auch ihre Zimmernachbarin DJ, sind für mich Charaktere, die das Zeug haben, noch weiter gemalt zu werden. Jam selbst ist für mich eine eher oberflächliche Person, die ihr eigenes Leben stark in den Vordergrund stellt und dabei den Blick auf andere Menschen verliert. In dieser Vermutung bestätigt mich auch noch die Auflösung des Buches, die mich tatsächlich ziemlich enttäuscht hat.

Der Ort Belzhar, an den sich die Schüler von Mrs. Q zurückziehen können, ist für mich eine interessante Variante, dem Buch ein wenig Fantasy zu geben. Meiner Meinung nach hätte man diesen Ort aber noch deutlich besser ausbauen können.

Die Thematik des Buches finde ich persönlich sehr interessant, sie wird aber tatsächlich nur oberflächlich berührt. Die Auflösungen scheinen locker flockig mal eben aus der Hand geschüttelt zu werden.

Dennoch hat die Autorin einen wirklich angenehmen Schreibstil, mit dem sie noch deutlich mehr aus der durchaus interessanten Geschichte hätte herausholen können. Da ich nicht vorgreifen möchte, was die Auflösung angeht, lasse ich Euch die Überraschung und gebe dem Buch drei von fünf Kleeblättern.

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