Mittwoch, 24. September 2014

*Rezension* - Schattenhauch: Ruinen der Dämmerung von Tanja Bern

http://www.carlsen.de/epub/schattenhauch-ruinen-der-dammerung/54207#InhaltDas Buch "Schattenhauch" von Tanja Bern habe ich schon in meinem Sommerurlaub gelesen aber erst jetzt komme ich dazu, es zu rezensieren. Sicher konntet Ihr Euch schon denken, dass einiges los ist im Hause Zeilenreichtum. Die letzten Monate waren für uns von Aufregung geprägt. Die Sommerferien waren voller Spaß, Action aber auch Ruhe und Erholung. So konnte sich Yasmin auf das neue Schuljahr vorbereiten. Aufregung steht auch bei dem Buch "Schattenhauch" von Tanja Bern im Zentrum. Allerdings ganz anders, als bei uns. Weit entfernt in der Zukunft, ist Amelie eine von wenigen Überlebenden einer Chemiekatastrophe. Die Menschen haben sich wieder auf ihre Ursprünge besonnen und leben abgeschottet von der Außenwelt ... und von den Schatten.
Bereits das Buch "Der silberne Flügel" der Autorin hat mir allein durch seine Unvorhersehbarkeit gut gefallen und so habe ich auch hier wieder darauf gehofft, etwas Ähnliches vorzufinden. Ich wurde nicht enttäuscht. Ich kann sagen, ohne zu viel zu verraten, dass Schattenhauch auf jeden Fall Entwicklungen nimmt, mit denen ich so nicht gerechnet habe.

Eine große Chemiekatastrophe hat unzählige Menschen vernichtet und die, die sich retten konnten. leben hinter großen Holzwällen, gut geschützt von der Außenwelt. Sie sind zurückgegangen in eine Zeit, in der Fernseher, Smartphones und Medikamente noch keine Bedeutung hatten. Sie haben sich wieder auf die Natur besonnen. Niemand verlässt das Dorf - das ist ein ungeschriebenes Gesetzt. Denn draußen leben die Schatten und keiner weiß, was sie mit sich bringen.

Der junge Derlyn wurde vor einigen Jahren draußen im Wald gefunden und in die Dorfgemeinschaft aufgenommen. Amelie und Derlyn kommen sich langsam näher und obwohl er anders als die anderen Menschen zu sein scheint, kann Amelie ihre Faszination nicht verbergen. Als eines Nachts ein Mädchen bei einer Mutprobe außerhalb des Dorfes verschwindet, machen sich Suchtrupps auf den Weg, um sie zu suchen. Auch Derlyn und Amelie sind darunter. Was sie hinter den Mauern tatsächlich finden, hätten sie nicht zu träumen gewagt.

Die Charaktere in Tanja Berns Buch sind fein gezeichnet und von einer anmutigen Stille. Sie zeigen ihre Gefühle, ohne diese jedoch laut nach außen zu tragen. Der Zwiespalt in Derlyn wird ganz besonders deutlich und auch die Gefühle, die in Amelie zu wachsen beginnen, erwärmen das Herz des Lesers.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und sorgt dafür, dass das Buch schnell zu einem Pageturner wird. Im Laufe des Buches gab es die eine oder andere Wendung, die mir ein wenig zu konstruiert erschien und den Fluss etwas gestört hat. Das hat aber dem Gesamtbild keinen Abbruch getan. Die Idee finde ich sehr gut, die Umsetzung gelungen und daher gebe ich 4 von 5 Kleeblättern. Wer mal wieder Lust auf eine etwas andere Dystopie hat, der sollte zugreifen.

Kommentare:

  1. Huhu!
    Ich wollte mich erstmal ganz herzlich für deinen lieben Kommentar bei mir auf dem Blog bedanken und dafür, dass du Leserin geworden bist, da musste ich gleich auch mal bei dir vorbeisehen und dir ebenfalls folgen ;)
    "Schattenhauch" hatte ich ja auch schonmal überlegt zu lesen, aber der liebe SuB war dann doch zu hoch und so muss dieses Buch noch warten..
    Liebe Grüße!

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  2. Das Buch ist doch echt wunderschön und deine rezi richtig toll

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