Freitag, 24. Januar 2014

*Rezension* - Speechless von Hannah Harrington

http://www.mira-taschenbuch.de/gesamtprogramm/darkiss/speechless-sprachlos/Eines der Bücher, auf die ich mich in diesem Jahr sehr gefreut habe, ist "Speechless" von Hannah Harrington. Nach der Mütter-Mafia habe ich mir das Buch also vorgenommen und mit dem Lesen begonnen. Was genau ich hinter dem interessanten Cover und der kurzen Zusammenfassung erwartet habe, weiß ich gar nicht genau aber zumindest nicht das, was dann kam.

Worum es ungefähr bei dem Buch geht, das wusste ich vorher. Chelsea tratscht gerne die Geheimnisse ihrer Mitschüler weiter. Auf einer Party geht das aber nach hinten los und ein Mitschüler wird schwer verletzt. Daraufhin entscheidet sich Chelsea, kein Wort mehr zu sagen. Sie legt für sich selbst ein Schweigegelübde ab und sagt ab diesem Zeitpunkt kein Wort.

Hm, naja also ich weiß gar nicht richtig, wo ich anfangen soll. Erst einmal, der Grund für das Schweigegelübde ist natürlich tragisch aber ich habe hier etwas Großes erwartet. Stattdessen konnte ich mir schon zehn Seiten vorher zusammenreimen, was eigentlich passieren wird. Und so ging es das ganze Buch weiter. Ich wusste bereits immer schon vorher, was passiert. Daher habe ich das Buch einfach als sehr langweilig empfunden. Es gab keine unverhofften Wendungen, gar nichts.

Das Gelübde selbst sollte eine Strafe für Chelsea sein. Die Strafe hielt nur ein paar Tage an, da hatte sie schon wieder neue Freunde gefunden. Weil sie mit denen aber nicht reden konnte, macht sie einfach alles über eine Tafel oder über SMS. Was ja nun auch nicht so der Sinn der Sache ist. Also klar, sie muss erst einmal nachdenken bevor sie schreibt aber dennoch steht das Gelübde ja dafür, einfach einmal wirklich gar nichts zu sagen, auch nicht schriftlich.

Chelsea als Charakter an sich war eben das typische Highschool-Mädchen. Oberflächlich und Mitläufer. Innerhalb von einem Monat hat sich das dann aber alles geändert, was natürlich dem netten und vorher unscheinbaren Mädchen und einem süßen Jungen zu verdanken ist. So richtig böse ist ihr am Ende auch keiner mehr und alle sind wieder glücklich.

Oberflächlich trifft eigentlich auf das gesamte Buch zu. Alles hier ist oberflächlich gehalten. Es wird nicht auf die Charaktere richtig eingegangen, die Thematik selbst wird nicht richtig ausgemalt und überhaupt kann man hier auch einfach ein paar Seiten überblättern und hat nichts verpasst. Eigentlich eine gute Idee, die leider sehr lieblos umgesetzt wurde. Dennoch muss ich dem Buch zu Gute halten, dass es viel Diskussionsspielraum lässt und gerade bei diesem Thema ist das sehr wichtig. Daher habe ich es in der Schule meiner Tochter als Lektüre für den Unterricht der höheren Klassen empfohlen. Von mir 2 von 5 Kleeblättern.

Kommentare:

  1. Hui... vernichtend ;)
    Ich habe erst die Hälfte gelesen, aber mir geht es da ganz anders als dir. ich empfinde die Geschichte als sehr tiefgehend und sie berührt mich sehr. Auch empfinde ich Chelseas Schweigegelübde nicht als Strafe, die sie sich auferlegt hat. Ich fand die Auseinandersetzung mit sich selbst, die bislang einmal vorkam, ob sie wieder reden soll oder weiter schweigt interessant. Ich bin gespannt, wie mir das restliche Buch gefällt.
    LG
    Yvonne

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  2. Ja ich weiß aber es hat mich wirklich einfach nur gelangweilt und es war nichts unerwartetes drin. Das fand ich sehr schade, denn die Idee an sich ist ja gut aber für mich hat das Buch nur an der Oberfläche gekratzt :(

    LG
    Jana

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    1. Vielleicht gefällt es mir auch nur so gut, weil es nach "Es wird keine Helden geben" sehr erfrischend ist. Bei dem Buch habe ich den Tiefgang der den Hype ausgelöst hat nicht gefunden. Dagegen ist "Speechless" irgendwie meilenweit besser.

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    2. Ich habe den Vergleich zu "Es wird keine Helden geben" gar nicht gezogen. Das hat mir ja auch nicht so gefallen. Dennoch bietet natürlich Speechless viel Diskussionsbedarf gerade bei der Zielgruppe in der Schule und das ist ja auch gut.

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  3. Ich fand ja "Saving June" ganz gut und wäre daher durchaus geneigt ein weiteres Buch von Hannah Harrington zu lesen, aber diese Rezension ist dann doch eher abschreckend.

    Für mich steht und fällt ein Buch auch immer damit, wie man mit den Protagonisten kann. Wenn man mit diesen nicht warm wird, nützt die schönste Story nichts.

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    1. Das gibt es bisher nur in Originalsprache oder?

      Ja ich denke, da hast du recht. Manchmal kann es so schnell gehen, dass ein Protagonistin Sympathien gewinnt oder verliert und manchmal sind vielleicht auch einfach die Erwartungen zu hoch. Aber ich finde immer wieder schön, dass eben jeder das anders sieht und es so auch Potential gibt, über ein Buch zu reden :)

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  4. Hallochen :D
    Und ein kräftiges Uha !
    Die erste Rezension, die ich lese die nicht von diesem Buch schwärmt. Danke dafür :D denn jetzt habe ich es nicht mehr ganz so eilig es zu lesen xD ich war immer ganz spitz drauf xD

    Liebst, Lotta

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  5. Hey,

    wow, dass ist auch die erste Rezension die so negativ ist die ich von dem Buch lese.
    Ich selbst habe es auch rezensiert. Muss aber sagen, dass ich es wirklich gut finde was für ein Thema behandelt wurde, dass es das so noch nicht gab und das ich es mit der Geschichte zusammen wirklich gut fand.
    Nicht immer war ich mit der Protagonistin auf einer Wellenlänge, aber ich finde man hat mit ihr zusammen gelernt. :)

    Dennoch kann ich dich verstehen und finde es auch immer wieder gut negative Rezis zu Büchern zu lesen, die ich selbst sehr gut fand. :)

    Liebe Grüße
    Vanessa

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