Freitag, 31. Januar 2014

*Rezension* - Alles nur (k)ein Mann von Martina Gercke und Katja Schneidt

Ein wenig Chick-Lit für zwischendurch habe ich mir mit dem Buch "Alles nur (k)ein Mann" gegönnt. Eine bunte Wohngemeinschaft und jede Menge Verwirrungen, an denen natürlich ein Mann nicht ganz unschuldig ist, bietet dieser kurzweilige Roman.
Lisa, Marie und Greta leben gemeinsam in einer Wohngemeinschaft in Hamburg. Als Lisa nach München zieht, wird ein Zimmer frei und Greta und Marie machen sich auf die Suche nach einer neuen Mitbewohnerin. Allerdings haben sie in ihrer Anzeige nicht so richtig klar gemacht, dass es eine Frau sein soll und so steht Tim vor der Tür. Ein echt heißer Feger, der allerdings schwul ist - angeblich....

Greta und Marie sind beste Freundinnen und könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Marie als aufstrebende Ärztin immer jede Menge zu tun hat, führt Greta einen kleinen Buchladen. Von der Sympathie her hat Greta von mir deutlich mehr Punkte bekommen. Ich mag ihre lockere Art. Sie scheint das Leben nicht so schwer zu nehmen sondern macht es sich so, wie es ihr gefällt. Marie dagegen ist sich ihrem attraktiven Äußeren bewusst und nutzt das auch. Als die beiden dann um Tim buhlen und sich gegenüber nicht immer ganz ehrlich sind zeigt sich eigentlich erst, was so eine Freundschaft wirklich aushält.

Tim ist mir ehrlich gesagt von Anfang an eher unsympathisch gewesen und ich habe mir schon gedacht, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmt. Sein Verhalten hat bei mir teilweise einen richtigen Widerwillen ausgelöst, ebenso wie Marie und auch Greta manchmal für einen kleinen Fremdschämeffekt gesorgt haben.

Gut gefallen hat mir Lisa, die nur eine Nebenrolle eingenommen hat aber dennoch eigentlich mit ausschlaggebend war, die Freundschaft zu retten.

Ich finde, Chick-Lit darf ruhig ein wenig vorhersehbar sein und zumindest für mich war es dieses Buch. Wenn ich eine romantische Komödie zur Hand nehme, dann möchte ich nicht nachdenken müssen und gut unterhalten werden. Das hat hier geklappt. Der flüssige Schreibstil und die unterschiedlichen Sichtweisen von Greta und Marie sind auch gut gelungen. Daher gibt es von mir vier Kleeblätter.



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