Freitag, 13. Dezember 2013

*Rezension* - Don`t let it get to you Ben! Du bist nicht allein von Doreen Gehrke

http://www.doreen-gehrke-verlag.de/Lust, wieder einmal ein Jugendbuch zu einem vielleicht doch ernsteren Thema zu lesen? Ja die hatte ich und so kam das Buch Don`t let it get to you Ben! ins Haus geflattert und ich habe es mir damit gemütlich gemacht. Erwartungen? Eigentlich hatte ich keine Erwartungen, da ich die Autorin bisher nicht kannte und so bin ich also frei von irgendwelchen äußeren Einflüssen an das Buch herangegangen.
Ben liebt die Musik und er hat auch eine Band, doch diese verfolgt im Alltag irgendwie nicht mehr die gemeinsamen Ziele und so kommt es, dass sich Ben bei einer Castingshow bewirbt und der Leser steigt mit ihm eine in eine Welt, die heute von so vielen Jugendlichen als besonders erstrebenswert angesehen wird.

Ich finde die ausgewählte Thematik sehr interessant. Mit einer 9-jährigen Tochter komme ich natürlich ab und an mit Casting-Shows in Berührung, schließlich singt sie gerne und schaut sich die Shows ab und an auch wirklich gerne an. Ich bin hier immer mit ein wenig Bauchgrummeln dabei, denn natürlich hat man als Erwachsener einen etwas anderen Blick auf diese Glitzerwelt, die viel verspricht und dennoch nichts hält.

Nachdem mir der Einstieg, rein vom Verständnis und der Identifizierung mit dem Ich-Erzähler (also Ben) her, etwas schwerer fiel, konnte ich dann gut mit dem Schreibstil der Autorin umgehen. Er ist leicht und angenehm zu lesen, an die jugendliche Zielgruppe angepasst aber wirkt dennoch nicht kindlich oder unbeholfen.

Als ich einmal drin war, hat mir die Geschichte viel Spaß gemacht und ich mag Ben wirklich gerne. Seine Figur ist gut getroffen und es kommen viele Emotionen rüber. So kann sich der Leser gut mit ihm identifizieren. Interessant fand ich das, anders als erwartet, die Geschichte nicht in Deutschland sondern in den USA spielt. Das kam für mich unerwartet aber war irgendwie ganz passend. Bens Bruder Charly und sein Kumpel Charly (ja ihr seht richtig, beide haben denselben Namen) fand ich ebenso ansprechend wie seine Freundin Susi, auch wenn diese im Hintergrund bleibt.

Das Ende könnte man abrupt empfinden, tue ich aber nicht. Eigentlich fand ich es ganz passend und natürlich macht es Lust darauf, auch den Folgeband zu lesen. Eine runde Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Vier von fünf Kleeblättern.

 

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