Dienstag, 1. Oktober 2013

*Rezension* - Ruf der Dämmerung von Sarah Lark

Sarah Lark mal ganz anders - die Königin der Neuseelandromane zeigt sich bei "Ruf der Dämmerung" einmal von einer ganz anderen Seite und kann gewohnt gut an ihren bekannten Schreibstil anknüpfen. Das Buch liest sich schnell weg doch ganz anders kommen die Protagonisten daher und auch die Geschichte selbst hat einen ganz eigenen Zauber, der einen in den Bann zieht, obwohl das Buch eher ruhig und zurückhaltend bleibt.

Viola ist nicht wirklich begeistert, als sie zu ihrem Vater nach Irland soll für ein halbes Jahr, der sie und die Mutter Hals über Kopf für seine Jugendliebe verlassen hat. Zu allem Überfluss ist diese Jugendliebe auch noch schwanger und die ganze Familie lebt auf einem Campingplatz und führt diesen. Viola soll jedoch nicht nur die Ferien vor Ort verbringen sondern auch in Irland zur Schule gehen. Ihre schlimmsten Befürchtungen werden wahr, als sich die neue Frau des Vaters als Drachen erweist, ihr Vater ebenfalls alles andere als ein netter neuer Großvater ist und auch der Campingplatz besonders weit ab vom Schuss liegt. Ein kleiner Lichtblick sind Shawna und Patrick, die Viola direkt willkommen heißen. Um den Wünschen ihrer Stiefmutter zu entfliegen, geht sie schließlich immer mit dem Hund Guiness spazieren und trifft hier den Jungen Ahi. Dieser ist - wie sollte es in einem Fantasyroman anders sein - besonders geheimnisvoll und anscheinend nicht von dieser Welt.

Doch was Ahi wirklich ist, findet Viola erst mit der Zeit raus. Er ist ein Kelpie, ein Wassergeist aus den irländischen Sagen. Die Kelpies können nur überleben, wenn sie baccha von den Menschen bekommen. Die Lebenskraft schenkt ihnen Energie.

Wie am Anfang schon erwähnt ist das Buch nicht unbedingt ein Roman, der auf Grund seiner Geschwindigkeit mit sich reißt. Die Worte und der Verlauf der Geschichte sind eher still und zurückhaltend, ähnlich einer Melodie. Teilweise kommt es hier auch zu Längen, die man aber getrost übersehen kann, denn die Geschichte an sich ist wirklich schön. Viola ist eine angenehme Protagonistin und ein typisches Mädchen, das auf der Suche nach sich selbst ist. Ahi ist ein besonderer Junge, die besondere Liebe kennenlernt und beide sind ein Paar voller Harmonie und Größe.

Ich mag die Bücher von Sarah Lark und auch wenn es sicher die eine oder andere kleine Sache gibt, die irgendwie die Harmonie stört (Katja aus Braunschweig beispielsweise ;)) so ist der Roman in sich jedoch stimmig und schön. Besonders gut gefällt mir, dass die Autorin ein realistisches und für mich nachvollziehbares Ende erschaffen hat, das vieles offen aber dennoch keine Fragen zurück lässt. Dafür gibt es von mir 4 von 5 Kleeblättern.

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