Freitag, 4. Oktober 2013

*Rezension* - Deine Seele in mir von Susanna Ernst

Wenn man einen Menschen verliert, fällt man in ein tiefes Loch und wenn es auf eine Art und Weise geschieht wie bei Matt, ist alles noch tausendmal schlimmer. Die Tage vergehen nicht, man ist gefangen in einem Kreis aus Trauer, Wut, Angst und Hass und man wartet nur auf den Moment, wo es endlich vorbei ist. Doch es ist nie vorbei - bis Matt auf Julie trifft...

Julie ist ein junges Mädchen, das in ihrer eigenen Welt gefangen zu sein scheint. Als Autistin zieht sie sich zurück und wird erst unter den erfahrenen Händen von dem Masseur Matt entspannter. So entspannt, dass sie aus ihrer Trance erwacht und was dann geschieht, ist ein wahres Wunder.

Matt und Amy waren die besten Freunde bis zu dem Tag, an dem eine grausame Tat Amy aus dem Leben reißt und nichts mehr ist wie vorher. Doch das Leben hält manchmal Überraschungen bereit, die man kaum glauben kann und genau diese Überraschung ist es, die sich in diesem Buch abspielt.

Als ich von "Deine Seele in mir" gehört habe, habe ich etwas völlig anderes erwartet als das, was ich nun zu lesen bekommen habe. Ich habe, wohl geprägt durch meinen Hang zur Fantasy, durchaus an mysthische Wesen gedacht und an Seelenwanderung. Mysthisch ist in diesem Buch gar nichts aber dafür findet sich hier ganz viel Herz.

Die Idee, die von Susanna Ernst aufgegriffen wurde, nimmt von Anfang an gefangen. Man taucht ein in das Leben von Matt, man leidet mit ihm, lebt mit ihm und hofft mit ihm und als dann noch die Sache mit Julie passiert, glaubt man plötzlich selbst an Wunder. Ich möchte gar nicht zuviel verraten, das kommt mir irgendwie falsch vor. Ich möchte einfach nur sagen, dass es sich hier um ein Buch handelt, das die Seele berührt, zum Nachdenken anregt und den Gedanken aufkommen lässt, dass vielleicht, ganz vielleicht, Wunder wirklich nötig sind.

Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes und ich bin froh, es mir mit einer meiner liebsten Freundinnen geteilt zu haben. Sie wohnt zwar etwas weiter weg aber wir brauchen keine ständige Nähe um zu wissen, dass wir füreinander da sind, egal was auch passiert. Wie bei Matt und Julie, oder soll ich sagen, wie bei Matt und Amy? Fünf von fünf Kleeblättern...


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