Sonntag, 31. März 2013

*Rezension* - Die Ankunft von Ally Condie

Puh, endlich geschafft... Der Satz beschreibt wohl am ehesten, was dieses Buch mich gekostet hat. Das waren nicht nur jede Menge Nerven sondern auch Durchhaltevermögen, ständige Selbstmotivation und der der dauerhafte Gedanke, es einfach sein zu lassen. Wenn Ihr wissen wollt, was genau daran eigentlich diese ganzen Punkte hervorgerufen hat, dann könnt Ihr einfach meine Rezension lesen :)

Das Buch: 
Als dritter und letzter Teil der Dystopie musste es in "Die Ankunft" ja eigentlich irgendwie zur Sache gehen. Nach ihrer Flucht durch die Canyons (übrigens das einzige Wort, das mir aus Teil 2 im Kopf geblieben ist) sind Cassia und Ky wieder vereint. Eigentlich aber dann doch wieder nicht, denn die Erhebung sieht andere Aufgaben für sie vor, als sich ihrer Wiedersehensfreude zu ergeben. Während Cassia ihre Aufgabe als Sortiererin wieder antritt, wird Ky zum Piloten und nebenbei gibt es ja auch noch Xander, der als Medicus agiert. Eine Seuche wütet unter den Bewohnern der Gesellschaft und die Erhebung beginnt nun, sich zu zeigen. Der Steuermann gibt sich zu erkennen, doch plötzlich läuft alles aus dem Ruder, die Seuche mutiert und nur die drei Freunde (oder Feinde?) können noch ein Heilmittel besorgen.

Meine Meinung: 
Eigentlich hätte ich es ja wissen müssen. Schon Teil 2 hat mich nicht für sich gewinnen können, es wurde mir einfach zu viel geredet und zu wenig gehandelt. Wie erwähnt, die Canyons haben sich in mein Gedächtnis gegraben. Nun bin ich aber eigentlich niemand, der eine Reihe nicht beendet (außer bei Evernight - grausam) und daher hab ich mir natürlich auch Teil 3 gekauft. Schon durch die ersten Kapitel habe ich mich wirklich gequält, ich hatte eine echte Lesestarre, habe immer wieder Ausreden gesucht, nicht weiterlesen zu müssen und wollte es dennoch schaffen. Nachdem ich die ersten 300 Seiten mehr schlecht als recht hinter mich gebracht habe, kam endlich etwas Schwung in die Geschichte. Die Autorin hat sich entschieden, die Story diese Mal aus drei Sichtweisen zu beschreiben. Band 1 war ja nur Cassia, Band 2 Cassia und Ky und nun kam auch noch Xander dazu. Zum Glück kann ich nur sagen, denn er war auch der interessanteste Charakter bei der Sache, da bei ihm wenigstens etwas Stimmung aufkam, er Leidenschaft und Gefühle gezeigt hat. Die Geschichte rund um Cassia ging mir einfach nur auf die Nerven. Dieses ganze poetische Gerede habe ich irgendwann nur noch übersprungen. Die doppelten und dreifachen Beschreibungen der Umgebung haben es ebenfalls irgendwann nicht mehr bis in mein Gehirn geschafft. Ky blieb dagegen so richtig langweilig und farblos. Klar, da war die Sache mit Indie, aber mehr auch nicht. Als dann endlich alle drei wieder vereint sind (so nach den 300 Seiten), habe ich wenigstens wieder jeden Satz lesen können, ohne einzunicken. Natürlich hängt das Überleben der Gesellschaft / Erhebung von ihnen ab, sonst wären sie ja auch nicht die Hauptpersonen aber irgendwie war mir doch alles zu konstruiert.

Die Sprache der Autorin ist einfach. Anders kann man das nicht nennen. Lieblos aneinander gereihte Hauptsätze ohne Herz und Gefühl. Ich glaube durchaus, dass die Leser, die den ersten beiden Teilen etwas abgewinnen konnten, auch bei Teil 3 ihre Freude haben, mit der Auflösung glücklich sind und darin versinken können. Ich konnte es nicht. Die Reihe ist einfach nicht meins gewesen obwohl ich die Idee ja eigentlich ganz gut finde. Sie ist nicht neu, klar aber das Paket hätte für mich funktionieren können. Hat es aber nicht.

Einen Abschnitt fand ich jedoch schön, den möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Doch als ich spüre, wie sich Kys Finger um meine schließen, denke ich, wie typisch das für ihn ist: Immer hat er mir noch etwas zu geben, wenn man meinen könnte, dass Loslassen die einzige Möglichkeit sei.

Mein Fazit: 
Macht Euch Euer eigenes Bild aber wer schon Teil 2 nicht gut fand, kann sich die Lesezeit auch wirklich sparen. Für das letzte Drittel konnte das Buch noch ein Kleeblatt von mir gewinnen, die Idee ebenfalls und daher 2 von 5 Kleeblättern.

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