Donnerstag, 10. Januar 2013

Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner - Kerstin Gier

http://data7.blog.de/media/976/6020976_dd5fb8c068_m.jpegWen wundert es, dass ich nach Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter noch in Schnulzenstimmung bin? Mich nicht, also habe ich mir einfach mal wieder einen Roman von Kerstin Gier geschnappt und es mir damit gemütlich gemacht (soweit das in der Bahn möglich ist). Da ich schon den einen oder anderen Roman von ihr gelesen habe wusste ich ja, was mich erwartet. Liebe, Spaß und Verwirrungen und ich wurde auch bei "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" nicht enttäuscht. Man munkelt ja, es handle sich hierbei um eine geklaute Geschichte. Das andere Buch, in dem es wohl eine ähnliche Handlung gibt, habe ich auch zuhause, ich muss mal schauen, wie das heißt. Wie auch immer, die Geschichte hat auf jeden Fall ihren Charme.

Kati lebt in Köln und ist - eigentlich - mit Felix glücklich. Leider läuft es nicht mehr ganz so gut, denn nach einigen Jahren ist der Alltag eingekehrt, im Bett herrscht Funkstille und überhaupt ist Felix eigentlich nie da. Da verschlägt es Kati zu einem Seminar nach Berlin, wo sie auf den attraktiven Mathias trifft, der auch gleich deutliches Interesse an ihr zeigt. Es kommt wie es kommen muss, die beiden treffen sich, knutschen etwas und dann plötzlich wird Kati vor die U-Bahn gestoßen und wacht im Krankenhaus auf. Allerdings hat der Sturz dafür gesorgt, dass sie irgendwie, wie auch immer, fünf Jahre früher wieder aufwacht. Tja und nun hat Kati natürlich die Möglichkeit, alles zu ändern, was sie auch direkt macht...

Ich mag die Charaktere, die Kerstin Gier zeichnet. Katis Freundinnen Marlene und Eva fand ich sehr sympathisch und sie haben für einige Schmunzler bei mir gesorgt (das kann etwas peinlich in der Bahn sein). Leider blieb Mathias für mich etwas farblos, während Felix (wahrscheinlich bewusst) mir deutlich klarer vor Augen stand. Wie gesagt, die Geschichte fand ich wirklich gut, das Ende kam mir dann aber doch etwas zu schnell. Und ehrlich gesagt hat es mich auch nicht so zufrieden gestellt. Aber trotzdem hat mich das Buch bewogen darüber nachzudenken, was ich anders machen würde, wenn ich fünf Jahre früher aufwache und die Chance habe, einige Dinge zu ändern. Klar gäbe es die eine oder andere Sache, die man anders machen würde, aber wahrscheinlich würde ich die Chance vor allem nutzen, das große Geld zu machen - hey, wer würde das nicht tun? :)

ACHTUNG SPOILER:

Was mich stört ist, dass nicht aufgeklärt wurde, wie es zu dem Sprung in der Zeit kam. Klar, wahrscheinlich weil es hierfür einfach keine wirklich nachvollziehbare Erklärung gibt, denn es geht ja nicht. Außerdem fand ich Katis Stimmungsumschwung dann doch etwas schwer nachvollziehbar und auch, dass vor allem Felix eben einfach alles so hingenommen hat und auch Mathias hat ja nicht wirklich viele Emotionen gezeigt. Da hätte sich noch mehr draus machen lassen glaube ich.

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