Donnerstag, 22. November 2012

Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand



Dies ist eine Rezension zu einem Buch, das sich schon ziemlich lange in den Bestsellerlisten hält. Die Mehrheit der Leser ist sich einig, dass es sich hierbei um ein Werk handelt, welches unbedingt gelesen werden sollte. Ein Werk voller Humor, spannender Ideen und liebevoller Figuren. „Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand“ ist das Debüt eines schwedischen Autors, der wohl selbst nicht damit gerechnet hat, wie erfolgreich sein Buch wird.

Der Inhalt:
Hauptfigur des Romans ist Allan Karlsson. Er wird stolze 100 Jahre alt und alle wollen ihn feiern. Nur er selbst möchte nicht gefeiert werden und entschließt sich dazu, die Flucht nach vorne zu wagen. Er steigt aus dem Fenster des Altersheims und macht sich auf den Weg nach… Ja, wohin eigentlich? Das weiß er selbst nicht so genau und landet kurzerhand am Busbahnhof. Als ihn dort ein seltsamer junger Mann bittet, auf einen Koffer zu achten, trifft Allan eine weitere Entscheidung und verschwindet samt Koffer im nächstbesten Bus. Der Koffer enthält mehrere Millionen schwedischer Kronen und schnell hat Allan jede Menge Probleme am Hals. Auf seiner Flucht unterstützen ihn jedoch ein Gelegenheitsdieb, ein Imbissbudenbesitzer, eine schöne Frau und nicht zuletzt auch ein Elefant. Und so beginnt eine Reise durch Schweden, auf der Flucht vor der Mafia, der schwedischen Polizei und den Schwestern aus dem Altersheim. Gespickt mit Blicken in Allans Vergangenheit, in der er an einigen bekannten Ereignissen beteiligt war.

Das Buch:
Jonas Jonasson schafft hier zweifelslos einen Roman voller skurriler Ereignisse. Immer wieder kommt es zu tragischen Unfällen, die schon einmal die eine oder andere Leiche nach sich ziehen können. Dazu werden noch politische Ereignisse der Vergangenheit näher erläutert und Allans Beteiligung an diesen dargestellt. Wen wundert es da noch, dass der leicht wunderliche Alte sogar bei der Entwicklung der Atombombe seine Finger im Spiel hatte? Ohne Frage hat Jonasson einen feinen Sinn für schwarzen Humor und sein Blick auf längst Vergangenes entbehrt nicht einem großen Einfallsreichtum. Wer politisch interessiert und bereit ist, das Buch mit einem Augenzwinkern zu lesen, der wird sicher seinen Spaß haben.

Mein Fazit:
Meinen Geschmack hat das Buch leider nicht getroffen. Mir fehlte ein Stück weit die Ernsthaftigkeit, gerade Ereignisse, die nicht immer nur positive Auswirkungen auf die Welt hatten, zu betrachten. Zudem ist mir ein wenig sauer aufgestoßen, wie selbstverständlich hier Todesfälle hingenommen werden und auch die Rolle des Elefanten fand ich eher unpassend. Zudem weist das Buch doch einige Strecken auf, die mich leider nicht fesseln konnten. Dennoch kann ich auch durchaus verstehen, dass andere Leser begeistert sind. 

Kommentare:

  1. Ich fand das Buch sehr gut. Das Einzige, was mich schon etwas gestört hat, war das ständige "switchen" in den Zeiten (bei fast jedem Kapitel).

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  2. Ja das stimmt, das war manchmal anstrengend, wobei das ja auch in einigen Büchern die Spannung zusätzlich erhöht.

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