Freitag, 23. November 2012

Lesen in der Bahn

Also, ich weiß ja nicht wie es euch geht aber ich habe leider im Alltag kaum Zeit zum Lesen. Jeden Tag stehen mir jedoch 80 Minuten zur Verfügung. 80 Minuten, wo ich mich in einer Blase einschließe und in ein Buch eintauche. Diese 80 Minuten verbringe ich, ihr könnt es euch schon denken, in der Bahn. Heute habe ich mich mal umgesehen während der Fahrt und festgestellt, dass doch wirklich ziemlich viele die Zeit nutzen, um zum Buch zu greifen. Eigentlich faszinierend - in der Bahn ist es nie leise, im Gegenteil, aber dennoch schaffen es so viele Menschen, die Welt um sich herum auszublenden. Liegt das an den Büchern oder an den Menschen? Wahrscheinlich ein wenig an beiden Seiten. Allerdings ist mir auch schon öfter aufgefallen, dass es bei mir ganz stark auch auf das Buch ankommt. Wenn es mich so richtig mitreisst, dann müssen selbst die Fahrkartenkontrolleure zweimal fragen, aber ich hatte auch schon Bücher, da habe ich mich in der Bahn heimlich auf die Suche nach anderen Inspirationen gemacht.

Ich schaue nämlich auch sehr gerne, was andere so lesen. Das ist nicht immer ganz einfach, zumal man manchmal schon seltsam angesehen wird, wenn man versucht "unauffällig" den Titel herauszufinden. Aber ich habe auch schon mal jemanden angesprochen und nach dem Titel gefragt und ich habe auch schon viele Buchideen in der Bahn "gefunden". Mein Fazit für den heutigen Freitag: Bahn fahren ist ganz sicher nicht meine Lieblingsbeschäftigung aber perfekt, um abzuschalten und nach neuen Inspirationen zu schauen. Gestern erst, saß mir nämlich ein Typ gegenüber, der sich durch Shades geblättert hat. Ich dachte immer, es gibt doch ganz sicher nicht einen Kerl, der sich das antut .- naja nun weiß ich es: Mindestens einer tut es...

Kommentare:

  1. Schöner Post!
    Also ich noch berufstätig war, war das Bahnfahren auch meine Hauptlesezeit! Und ich vermisse sie sehr :-(
    Warum kann man sich in der Bahn so auf Bücher konzentrieren?
    Es gibt wohl ein ungeschriebenes Bahngesetz (vor allem in den Morgenstunden): "Ich schau dich nicht an und du schaust mich nicht an. Und eine Konversation starten wir erst recht nicht!".
    Alleinreisende bleiben alleine und tun, wonach ihnen der Sinn steht: Musikhören, lesen, träumen.
    Aber du hast Recht: warum nicht mal ausbrechen und den Nachbarn frech auf ein Buch ansprechen! ;-)
    Es ist ja im Grunde kein peinlicher Smalltalk, sondern ein Gespräch über eine gemeinsame Leidenschaft.

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  2. Ja wahrscheinlich ist das einer der Gründe aber ich denke auch, dass die Menge an Stimmen und Eindrücken einlullend wirkt und eine unsichtbare Blase erschafft, in der man mit seinem Buch allein ist.

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