Donnerstag, 22. November 2012

Die Pestärztin - Sarah Lark mal ganz anders

Historische Romane sind immer ein Genre, das mich zwiegespalten denken lässt. Einerseits finde ich sie ganz spannend, andererseits habe ich auch schon einige wirklich schlechte Bücher gelesen, die für eine echte Abschreckung gesorgt haben. Also bin ich auch mit eben diesen gemischten Gefühlen an die Pestärztin herangegangen aber ich wollte unbedingt mal etwas anderes von Sarah Lark lesen, die als Ricarda Jordan historische Romane schreibt. Ich wurde zum Glück nicht enttäuscht und schon die ersten paar Seiten der Pestärztin haben mich völlig ergriffen. Der schwere Weg von Lucia ins Leben, das Glück, welches immer an ihrer Seite war und ihr starkes Wesen werden hervorragend unterstrichen. Die Autorin erschafft eine längst vergangene Welt neu und lädt den Leser ein, dort hineinzutauchen und als stiller Beobachter teilzuhaben.

Mainz zu Zeiten der Pest ist wahrlich kein schöner Ort, doch Lucia trotzt der Krankheit und lernt dabei noch die Liebe kennen. Allerdings ist das Glück nicht von langer Dauer. Ricarda Jordan liebt ihre Figuren und zeigt das auch durch ihre beeindruckenden Beschreibungen. Ihr flüssiger Schreibstil macht es einem wirklich leicht, das Buch in einem Rutsch zu lesen und dabei ist nicht einmal großartiges Hintergrundwissen notwendig. Ich habe das Buch zeitgleich mit Hundert Namen angefangen aber wurde deutlich mehr von der Pestärztin gefangen genommen.

Dank Ricarda Jordan habe ich also Hoffnung, dass nicht alle historischen Romane eine schwer verdauliche Kost sind. Ich habe ja auch noch immer die Wanderhure stehen aber bisher immer nicht angerührt. Wenigstens bin ich um die Filme drum herum gekommen, denn ich habe einmal den Fehler gemacht, den Film zu sehen ohne das Buch gelesen zu haben (Die Frau des Zeitreisenden) und das war leider ein Schuss in den Ofen.

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