Mittwoch, 28. November 2012

Ivy - Steinerne Wächter

Heute habe ich mal wieder ein neues Buch begonnen - natürlich in der Bahn :) Es handelt sich um: Ivy - Steinerne Wächter. Es geht um ein Mädchen, das gerne an der Princeton University aufgenommen werden möchte. Sie erhält eine ganz besondere Aufgabe - sie soll den Ivy Key finden. Dabei steht ihr nicht nur ein attraktiver Junge zur Seite, sie entdeckt auch ganz neue Seiten an sich.

Ein Fantasy-Buch für junge Leute. Ich hoffe, es kann mich gefangen nehmen. Der Einstieg ist okay, im Moment kommt mir die Protagonistin noch etwas naiv und kindlich vor aber oft entwickeln sich Charaktere ja erst im Laufe des Buches. Auf jeden Fall freue ich mich darauf, weiterlesen zu können, denn ich tauche gerne in solche Jungendbücher ab und kann mir gut die beschrieben Szenen vorstellen.

Montag, 26. November 2012

Shades of Grey - die (momentan erste) Verfilmung

Ich hatte ja am Wochenende schon berichtet, dass ich mir bei Thalia die bisher einzige Verfilmung von Shades of Grey geholt habe. Natürlich konnte ich nicht lange warten und habe mir den Film dann am Samstag auch noch direkt angesehen. Tja, was soll ich sagen? Ich habe ja wirklich nicht viel erwartet, zumal auf der DVD ja auch vermerkt ist, dass der Film lediglich von den Büchern inspiriert wurde, aber was dann kam war doch schon sehr bezeichnend. Vielleicht sollte dich dazu sagen, dass es sich hier um eine amerikanische Verfilmung handelt...

Bei mir ist es so, dass ich beim Lesen in meinem Kopf Bilder von den Menschen erstelle, die in einem Buch vorkommen. Tatsächlich kam die Ana in dem Film meiner Vorstellung doch schon recht nahe aber viel mehr hatte mich ja der Christian interessiert. Also ich weiß ja nicht wie es anderen geht, aber ich habe ihn mir als eine Mischung aus den schönsten Männern dieser Welt vorgestellt. Nun ist Schönheit ja immer ein subjektiver Eindruck aber was sie in dem Film für einen Hansel genommen haben - na ich weiß ja auch nicht.

Thematisch wurden hier die ersten beiden Bücher zusammengefasst, dramatische Szenen angerissen und natürlich auch die besondere Beziehung von Ana und Christian betont. Der Film lässt sich ganz gut in einem Wort beschreiben: FLACH! Aber trotzdem bereue ich nicht, ihn mir angesehen zu haben, denn jetzt weiß ich auf jeden Fall, dass jede folgende Verfilmung auf jeden Fall nur besser werden kann...

Sonntag, 25. November 2012

Kinsella is back

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich mich mal wieder an ein neues Buch von Sophie Kinsella traue und heute habe ich es fertig gelesen. Kein Kuss unter dieser Nummer ist tausend Mal besser, als ich es nach ihren letzten Büchern erwartet habe. Ich habe das Gefühl, Frau Kinsella läuft wieder zu Höchstform auf. Ich habe mehrmals laut gelacht, die Personen waren liebevoll gemalt und alles hat gestimmt.

Der Inhalt:
Poppy schwebt auf Wolke 7, denn sie wird den reichen Magnus heiraten. Bei einem Treffen mit ihren Freunden kommt ihr jedoch der teure Verlobungsring abhanden, der noch dazu ein wertvolles Erbstück ist. Und als wäre das nicht schlimm genug, wird ihr auch noch ihr Handy geklaut. Doch der Himmel hat ein Einsehen und Poppy findet ein neues Handy in einem Mülleimer. Allerdings gehört dies dem Geschäftsmann Sam Roxton. Doch Poppy braucht ihr Telefon und so treffen die beiden eine mehr oder weniger freiwillige Vereinbarung, die ihr beider Leben gehörig durcheinander bringt.

Meine Meinung:
Schon der Einstieg ist einfach herrlich. Ich will ja nicht zu viel verraten, aber wie Poppy für einen japanischen Geschäftsmann singt - einfach zum Brüllen. Die Protagonistin ist total sympathisch und man nimmt ihr alle ihre Gedanken ab. Auch die Probleme, die sich immer wieder vor ihr auftun, möchte man am liebsten für sie lösen. Richtig lustig wird es jedoch, als sie plötzlich beginnt, Sams Mails für ihn zu beantworten. Natürlich hat der Gute davon keine Ahnung. Sam selber ist perfekt gelungen, ich hatte direkt ein Bild von ihm vor Augen und Magnus, Poppys Verlobter, ist ebenfalls gut gezeichnet worden. Etwas zu kurz kommen zwar die Freundinnen von Poppy aber dennoch habe ich sie lieb gewonnen.

Mein Fazit:
Ich finde nichts so herrlich wie ein Buch, bei dem ich abschalten und lachen kann. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und auch sonst hat für mich alles gestimmt. Ich bin Sophie Kinsella dankbar für dieses herrliche und gelungene Meisterstück und hoffe, auch ihr nächstes Buch wird wieder so toll. Ganz ehrlich, sie ist eine meiner liebsten Autorinnen und ich war schon richtig traurig, weil eben ihre Bücher so nachgelassen haben. Umso besser ist es, dass sie nun wieder die Alte zu sein scheint.

Samstag, 24. November 2012

Einkauf bei Thalia

Ich habe heute die Zeit genutzt und bin mal wieder zu Thalia shoppen gegangen. Ich liebe es ja, einfach in dem Laden zu stöbern und mir dort ein paar Inspirationen zu holen. Da meine Tochter dabei war, sind wir in die Kinder- und Jugendbuchabteilung gegangen. Dort hatte ich dann das erste Mal Warrior Cats in den Händen und muss mich jetzt erst mal ein wenig darüber informieren, eventuell hole ich mir da mal Band eins. So richtig abgestaubt hat aber eigentlich vor allem meine Tochter, die neuerdings total auf Das magische Baumhaus abfährt. Also gab es für sie einen Sammelband und dazu noch ein Adventskalenderbuch von Bibi Blocksberg. Hier sind die Seiten versiegelt und es gibt für jeden Tag bis Weihnachten ein Kapitel, das geöffnet werden kann. Ich habe mir schließlich noch - fast ein wenig peinlich - eine Verfilmung von Shades of Grey geholt. Mal sehen, ich werde berichten, wie die Umsetzung ist. Allzu große Erwartungen habe ich auf jeden Fall nicht an den Film, aber vielleicht werde ich ja überrascht...

Freitag, 23. November 2012

Lesen in der Bahn

Also, ich weiß ja nicht wie es euch geht aber ich habe leider im Alltag kaum Zeit zum Lesen. Jeden Tag stehen mir jedoch 80 Minuten zur Verfügung. 80 Minuten, wo ich mich in einer Blase einschließe und in ein Buch eintauche. Diese 80 Minuten verbringe ich, ihr könnt es euch schon denken, in der Bahn. Heute habe ich mich mal umgesehen während der Fahrt und festgestellt, dass doch wirklich ziemlich viele die Zeit nutzen, um zum Buch zu greifen. Eigentlich faszinierend - in der Bahn ist es nie leise, im Gegenteil, aber dennoch schaffen es so viele Menschen, die Welt um sich herum auszublenden. Liegt das an den Büchern oder an den Menschen? Wahrscheinlich ein wenig an beiden Seiten. Allerdings ist mir auch schon öfter aufgefallen, dass es bei mir ganz stark auch auf das Buch ankommt. Wenn es mich so richtig mitreisst, dann müssen selbst die Fahrkartenkontrolleure zweimal fragen, aber ich hatte auch schon Bücher, da habe ich mich in der Bahn heimlich auf die Suche nach anderen Inspirationen gemacht.

Ich schaue nämlich auch sehr gerne, was andere so lesen. Das ist nicht immer ganz einfach, zumal man manchmal schon seltsam angesehen wird, wenn man versucht "unauffällig" den Titel herauszufinden. Aber ich habe auch schon mal jemanden angesprochen und nach dem Titel gefragt und ich habe auch schon viele Buchideen in der Bahn "gefunden". Mein Fazit für den heutigen Freitag: Bahn fahren ist ganz sicher nicht meine Lieblingsbeschäftigung aber perfekt, um abzuschalten und nach neuen Inspirationen zu schauen. Gestern erst, saß mir nämlich ein Typ gegenüber, der sich durch Shades geblättert hat. Ich dachte immer, es gibt doch ganz sicher nicht einen Kerl, der sich das antut .- naja nun weiß ich es: Mindestens einer tut es...

Donnerstag, 22. November 2012

Shoppen und fischen von Emily Giffin

Endlich finde ich mal wieder etwas Zeit, eine Rezension über ein weiteres Buch zu schreiben, das ich fertig gelesen habe. Dieses Mal geht es um "Shoppen und fischen" von Emily Giffin. Es handelt sich um die Fortsetzung des Buches "Fremd fischen", das bereits verfilmt wurde.
In "Shoppen und fischen" steht vor allem die schwangere Darcy im Vordergrund. Nach dem Fiasko mit Dex, der schließlich mit ihrer ehemals besten Freundin Rachel zusammengekommen ist, glaubt Darcy, mit Marcus den Mann ihres Lebens gefunden zu haben und nun ist sie auch noch von ihm schwanger. Sie plant bereits die Hochzeit und stellt Marcus ihren Eltern vor als dieser feststellt, dass er eigentlich gar nicht mehr in Darcy verliebt ist. Es kommt wie es kommen muss und Darcy wird sitzen gelassen und das nicht nur von Marcus, denn auch ihre neue beste Freundin wendet sich direkt von ihr ab, als sie von der Schwangerschaft erfährt. Für Darcy bricht eine Welt zusammen und sie beschließt, nach London zu gehen. In London lebt ihr ehemaliger Klassenkamerad Ethan, bei dem sie sich einfach erst mal einquartiert. Auch wenn dieser alles andere als begeistert ist, lässt er die flippige Darcy jedoch gewähren.
 
In London macht sie direkt da weiter, wo sie aufgehört hat und stürzt sich hinein in die bunte Shoppingwelt. Als sie sich schließlich noch in ihren Gynäkologen verliebt, scheint die Welt wieder in Ordnung zu sein. Doch dann erfährt Darcy, dass sie Zwillinge bekommt und dazu kommen schließlich noch die Gefühle für Ethan, die alles noch viel komplizierter machen...
 
In meinen Augen ist "Shoppen und fischen" deutlich besser gelungen als der erste Roman. Auch wenn es hier kaum etwas über Darcy und Dex zu lesen gibt, fehlt es jedoch nicht eine Seite an Unterhaltung. Allerdings ging mir hier die Hauptprotagonistin teilweise doch etwas auf die Nerven, denn ihre Naivität kannte keine Grenzen. Die Zeit in London hilft Darcy jedoch, sich zu ändern und bald steigen auch bei mir die Sympathiepunkte für Darcy an.

Mein Fazit
 
Wer Lust auf einen ebenso amüsanten wie unterhaltsamen Roman hat, der liegt mit "Shoppen und fischen" genau richtig. Es ist nicht unbedingt notwendig, die Vorgeschichte zu kennen, da diese immer wieder im Roman kurz beschrieben und erläutert wird. Ich kann Euch jedoch nicht empfehlen, vor dem Lesen des Buches den Film "Fremd fischen" zu schauen, da er einige Vorstellungen der Charaktere deutlich negativ beeinflussen kann.

Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand



Dies ist eine Rezension zu einem Buch, das sich schon ziemlich lange in den Bestsellerlisten hält. Die Mehrheit der Leser ist sich einig, dass es sich hierbei um ein Werk handelt, welches unbedingt gelesen werden sollte. Ein Werk voller Humor, spannender Ideen und liebevoller Figuren. „Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand“ ist das Debüt eines schwedischen Autors, der wohl selbst nicht damit gerechnet hat, wie erfolgreich sein Buch wird.

Der Inhalt:
Hauptfigur des Romans ist Allan Karlsson. Er wird stolze 100 Jahre alt und alle wollen ihn feiern. Nur er selbst möchte nicht gefeiert werden und entschließt sich dazu, die Flucht nach vorne zu wagen. Er steigt aus dem Fenster des Altersheims und macht sich auf den Weg nach… Ja, wohin eigentlich? Das weiß er selbst nicht so genau und landet kurzerhand am Busbahnhof. Als ihn dort ein seltsamer junger Mann bittet, auf einen Koffer zu achten, trifft Allan eine weitere Entscheidung und verschwindet samt Koffer im nächstbesten Bus. Der Koffer enthält mehrere Millionen schwedischer Kronen und schnell hat Allan jede Menge Probleme am Hals. Auf seiner Flucht unterstützen ihn jedoch ein Gelegenheitsdieb, ein Imbissbudenbesitzer, eine schöne Frau und nicht zuletzt auch ein Elefant. Und so beginnt eine Reise durch Schweden, auf der Flucht vor der Mafia, der schwedischen Polizei und den Schwestern aus dem Altersheim. Gespickt mit Blicken in Allans Vergangenheit, in der er an einigen bekannten Ereignissen beteiligt war.

Das Buch:
Jonas Jonasson schafft hier zweifelslos einen Roman voller skurriler Ereignisse. Immer wieder kommt es zu tragischen Unfällen, die schon einmal die eine oder andere Leiche nach sich ziehen können. Dazu werden noch politische Ereignisse der Vergangenheit näher erläutert und Allans Beteiligung an diesen dargestellt. Wen wundert es da noch, dass der leicht wunderliche Alte sogar bei der Entwicklung der Atombombe seine Finger im Spiel hatte? Ohne Frage hat Jonasson einen feinen Sinn für schwarzen Humor und sein Blick auf längst Vergangenes entbehrt nicht einem großen Einfallsreichtum. Wer politisch interessiert und bereit ist, das Buch mit einem Augenzwinkern zu lesen, der wird sicher seinen Spaß haben.

Mein Fazit:
Meinen Geschmack hat das Buch leider nicht getroffen. Mir fehlte ein Stück weit die Ernsthaftigkeit, gerade Ereignisse, die nicht immer nur positive Auswirkungen auf die Welt hatten, zu betrachten. Zudem ist mir ein wenig sauer aufgestoßen, wie selbstverständlich hier Todesfälle hingenommen werden und auch die Rolle des Elefanten fand ich eher unpassend. Zudem weist das Buch doch einige Strecken auf, die mich leider nicht fesseln konnten. Dennoch kann ich auch durchaus verstehen, dass andere Leser begeistert sind. 

Die Blogging Queen von Jutta Profijt



Interessanterweise handelt eines der ersten Bücher auf diesem Blog von einer jungen Frau, die als Bloggerin Ruhm erlangt. Na gut, ich muss zugeben, das Buch hat mich eigentlich sogar zu diesem Blog hier inspiriert und deshalb bin ich Frau Profijt in erster Linie sehr dankbar und widme ihr hiermit diesen Text.

Das Buch
Stell Dir vor, du hast schon lange Deinen Geburtstag geplant. Es handelt sich jedoch nicht einfach nur um eine einfache Geburtstagsfeier im preisgünstigen Jugendclub mit Bouletten und Kartoffelsalat, sondern um eine Reise zusammen mit den besten Freundinnen auf die Malediven. Und jetzt stell Dir vor, alles ist bereits gebucht, bezahlt und morgen geht es los. Wer würde da nicht vor Vorfreude durchs Wohnzimmer springen? Eben und Lulu geht es da nicht anders. Die junge Stewardess freut sich wahnsinnig auf ihren Geburtstag, doch leider kommt es anders, als sie denkt, denn eine fiese Ohrenentzündung fesselt Lulu an ihr Bett. Das einzig positive ist jedoch, dass sie die Zeit nicht in ihrer kleinen Ein-Zimmer-Wohnung verbringen muss sondern in eine Luxuswohnung zieht. Ihre beste Freundin geht nämlich auf eine große Reise und bittet Lulu, Wohnung und Hund zu hüten.

Eine Idee mit Folgen
Trotz toller Wohnung und einem Hund, der wirklich viel Aufmerksamkeit fordert, fühlt sich Lulu nicht ausgelastet. Also macht sie sich daran, das neue Computerprogramm ihrer Freundin auszutesten. Bei dem Programm handelt es sich um eine Software zur Erstellung von einem Blog. Jetzt kann Lulu endlich das sein, was ihr das wahre Leben zu verwehren scheint - eine Trendsetterin. Ihr Blog erreicht ein ungeahntes Interesse doch die Katastraophe lässt nich lange auf sich warten, denn plötzlich steht die Polizei vor der Tür...

Mein Fazit
Die Langeweile ist einer der besten Ideengeber und genau so ist es auch bei Lulu. Als Millie beginnt sie in einem Blog, Modetipps zu geben und gibt sich dabei als eine Trendsetterin aus, die durch die ganze Welt reist, mit den bekanntesten Modedesigner ausgeht und immer weiß, welcher Trend morgen "in" sein wird. Die Idee ist nicht neu aber gut umgesetzt. Die Autorin hat mit Lulu eine Protagonistin mit Herz erschaffen, auch wenn sie teilweise etwas naiv erscheint. Ihre verrückten Freunde, die sie bei ihrem virtuellen und immer mehr auch reellen Abenteuer kennenlernt, sind einfach nur sympathisch und dann ist da ja auch noch der Kommissar. Aber ich möchte ja gar nicht zu viel verraten, Ihr sollte Euch selbst ein Bild davon machen, ob euch Millie`s Welt gefällt. Alles in allem hat die "Blogging Queen" mich sehr gut unterhalten und ab und an sogar zum Schmunzeln gebracht. Ich habe nicht die Welt um mich herum vergessen aber mich durchaus darauf gefreut, weiter zu lesen. Die Auflösung der Geschichte kam für mich dann etwas zu schnell, das Ende war zwar vorhersehbar aber hier hätte die Autorin sich durchaus noch etwas mehr Zeit nehmen können. Das fand ich ein wenig schade. Ihr mögt Protagonisten, die von einem Fettnapf ins nächste stolpern? Ihr wärt gerne selbst erfolgreiche Blogger mit einem Modeblog? Dann ist das Buch genau richtig für amüsante Stunden auf der Couch.

Sophie Kinsella - Kein Kuss unter dieser Nummer

Sophie Kinsella begleitet mich schon seit Jahren, denn ihre Bücher rund um die Schnäppchenjägerin haben mich geprägt. Ich liebe die naive und liebe Art von Rebecca Bloomwood und erkenne mich oft genug darin wieder. Auch die anderen Romane von Sophie Kinsella haben mich meist überzeugen können. Lediglich bei Charleston Girl wurde es mir dann doch zu unrealistisch, wobei man bei der Schnäppchenjägerin ja nun auch nicht wirklich von Realismus sprechen kann. Jetzt steht aber erst mal ihr neuester Roman an: Kein Kuss unter dieser Nummer! Ich freue mich schon lange darauf, denn in der letzten Zeit wurden lediglich ihre alten Madeleine Wickham Romane neu aufgelegt und die können mich nach wie vor nicht überzeugen. Nun freue ich mich erst mal auf ein paar vergnügliche Lesestunden und berichte dann über mein Fazit.

Die Pestärztin - Sarah Lark mal ganz anders

Historische Romane sind immer ein Genre, das mich zwiegespalten denken lässt. Einerseits finde ich sie ganz spannend, andererseits habe ich auch schon einige wirklich schlechte Bücher gelesen, die für eine echte Abschreckung gesorgt haben. Also bin ich auch mit eben diesen gemischten Gefühlen an die Pestärztin herangegangen aber ich wollte unbedingt mal etwas anderes von Sarah Lark lesen, die als Ricarda Jordan historische Romane schreibt. Ich wurde zum Glück nicht enttäuscht und schon die ersten paar Seiten der Pestärztin haben mich völlig ergriffen. Der schwere Weg von Lucia ins Leben, das Glück, welches immer an ihrer Seite war und ihr starkes Wesen werden hervorragend unterstrichen. Die Autorin erschafft eine längst vergangene Welt neu und lädt den Leser ein, dort hineinzutauchen und als stiller Beobachter teilzuhaben.

Mainz zu Zeiten der Pest ist wahrlich kein schöner Ort, doch Lucia trotzt der Krankheit und lernt dabei noch die Liebe kennen. Allerdings ist das Glück nicht von langer Dauer. Ricarda Jordan liebt ihre Figuren und zeigt das auch durch ihre beeindruckenden Beschreibungen. Ihr flüssiger Schreibstil macht es einem wirklich leicht, das Buch in einem Rutsch zu lesen und dabei ist nicht einmal großartiges Hintergrundwissen notwendig. Ich habe das Buch zeitgleich mit Hundert Namen angefangen aber wurde deutlich mehr von der Pestärztin gefangen genommen.

Dank Ricarda Jordan habe ich also Hoffnung, dass nicht alle historischen Romane eine schwer verdauliche Kost sind. Ich habe ja auch noch immer die Wanderhure stehen aber bisher immer nicht angerührt. Wenigstens bin ich um die Filme drum herum gekommen, denn ich habe einmal den Fehler gemacht, den Film zu sehen ohne das Buch gelesen zu haben (Die Frau des Zeitreisenden) und das war leider ein Schuss in den Ofen.

Hundert Namen von Cecelia Ahern

Jeder Mensch hat eine Geschichte zu erzählen, man muss nur entscheiden, welche es sein soll... Dies ist eigentlich der Grundtenor im neuen Buch von Cecelia Ahern. Die Autorin konnte einen riesigen Erfolg mit PS. Ich liebe dich verbuchen und ich muss zugeben, nach diesem Buch hat mich kein Roman von ihr mehr vom Hocker gerissen. Aber dennoch bin ich nicht bereit darauf zu verzichten, immer wieder auf ein Aha-Erlebnis zu hoffen. Nach "Ich schreib dir morgen wieder" hätte ich fast aufgegeben aber die Ahern-Bücher ziehen mich doch immer wieder magisch an. Hundert Namen hat mir eine Bekannte geliehen - zum Glück, denn ich hätte es als verschwendetes Geld angesehen.

Die Grundidee des Buches ist toll. Kittys Freundin stirbt und hinterlässt ihr eine Liste mit 100 Namen von Menschen. Diese Liste soll die Grundlage zu einer Erfolgsstory sein, die das Ansehen der Reporterin Kitty wieder hebt, denn die hat richtig Mist gebaut. Leider bekommt Kitty in meinen Augen keinerlei Konturen - im Gegenteil. Die Figur ist farblos und wahnsinnig unsympathisch, denn sie erscheint einfach nur egoistisch. Mit jeder Seite mehr habe ich gehofft, dass sich gleich etwas tut aber es kam nix. Die ganze Geschichte verfolgt ein Ziel, das sie jedoch nichz zu erreichen scheint.

Das Ende ist für mich leider sehr plötzlich gekommen und hat zumindest bei mir nicht das erfüllt, was ich mir erhofft habe. Ich möchte einen Ahern zuschlagen und noch lange darüber nachdenken, ich möchte, dass er mich verändert und mir ein Stück Glück schenkt, hervorgerufen durch Tränen und eine Reise mit den Protagonisten, die auch mich an meine Grenzen führt und mich dazu bringt zu fragen: Was hätte ich getan? Leider schafft Hundert Namen das nicht und so gebe ich den Roman seufzend zurück und hoffe darauf, dass der nächste vielleicht an alte Erfolge anknüpft.

Shades of Grey - ein unverständliches Phänomen?

Ich muss ja zugeben, auch ich lasse mich manchmal von der Masse tragen und kaufe mir Bücher bei denen ich eigentlich schon vorher weiß, dass ich sie sowieso nicht mögen werde. Eines dieser Bücher ist Shades of Grey. Schon Band 1 war für mich eine echte Herausforderung an deren Ende ich mich gefragt habe, wie oft ich jetzt wohl von der inneren Göttin träumen werde. Sind wir doch mal ehrlich - literarisch ist das Buch keine herausragende Leistung aber trotzdem - ihr ahnt es sicher schon - habe ich natürlich auch die anderen Bände gelesen.

Man kommt ja nicht umhin festzustellen, dass Shades of Grey wohl irgendetwas haben muss, das die Massen bewegt. Ist es die Vorstellung vom reichen Liebhaber, der jeden Wunsch erfüllen kann? Oder ist es der Blick durch das Schlüsselloch in eine erotische Welt, die vielleicht manchmal auch die eigenen Träume beherrscht? Ich denke es ist weder noch, denn eigentlich gibt es genug Romane, die einen ähnlichen Inhalt haben. Hier wird es nur peinlich diese in der Öffentlichkeit zu lesen, da allein das Cover schon laut "inhaltslos" schreit. Ich glaube ein großer Vorteil von Shades ist der Ruf, auf der Grundlage der Twilight-Reihe entstanden zu sein. Mir hat sich die Verbindung nicht erschlossen aber anderen soweit ich weiß schon.

E.L. James hat auf jeden Fall etwas richtig gemacht aber was genau das ist, weiß sie vermutlich nicht einmal selbst. Wahrscheinlich hätte jede Frau gerne ihren persönlichen Mister Grey zu Hause im Keller und würde ihn gerne dann und wann aktivieren oder es ist einfach das Bild des vollkommen Gentleman, das moderne Männer heute erfolgreich aus dem Alltag verdrängt haben.

Nun gut, ich kann sagen, auch ich habe die Bücher gelesen und schließe mich damit einer grauen Masse an, die mehrere Stunden des Lebens damit verbracht hat, von einem Leben im Reichtum zu träumen und dabei über Wortwiederholungen (... der Mann den ich liebte), innere Göttinen und einen einfachen Schreibstil hinwegzusehen.